Kategorie: Neuigkeiten

Fontane: Heute – allseits und allzeit …

Das lässt mich nicht los: Auf der zweiten Beiratssitzung im Oktober 2017 – wir berieten das Neuruppiner-Ausstellungskonzept  von Frau Prof. Gefrereis – kam (aus dem Off, wer weiß) die Frage: Gibt es eigentlich eine Botschaft, irgendetwas, das wir heute, ganz zwingend mit Fontane verbinden? Oder ist der Wirbel, der sich abzeichnet, nichts als Kulturmarketing? 200 Jahre Fontane – ja, und …? Lesen

»rhinland fontane« – Poetische Bilderwanderungen Nr. 2

Halbe Strecke für das Filmprojekt von Bernhard Sallmann

Das Kino Krokodil in der Greifenhagener Straße war der Ort für die festliche Berlin-Premiere von Bernhard Sallmanns zweitem Fontane-Film »rhinland fontane«. Mit Wodka und Maräne feierte das Publikum des kleinen traditionsreichen Szene-Kinos am 16. April den Filmemacher Sallmann und sein Werk. Der geborene Österreicher, der als freier Produzent in Berlin lebt und seine Wahlheimat und deren Umgebung in immer neuen Streifereien mit der Kamera erkundet, stellte mit witzigem Charme sein Team und seine Arbeit vor. Mit diesem Film habe er die halbe Strecke seines Fontane-Projekts bewältigt. Das sei für ihn als freischaffenden Produzenten ein Glücksmoment.

Künstlerische Arbeit mit kleinem Budget auf hohem Niveau, das zeichnet die Arbeit von Bernhard Sallmann aus. Er hat die Lausitz porträtiert und den Pückler-Park Muskau. »400 km Brandenburg« hieß eine 2002 gedrehte »Winterreise«. Und er hat über Strindberg und Viktor Schklowski gearbeitet. 2016 startete sein Filmprojekt über die »Wanderungen« mit »oderland fontane«. Der Streifen war auf verschiedenen Dok-Film Festivals zu sehen und wurde 2017 in Linz bei Crossing Europe mit dem Local Artist Award ausgezeichnet. »spreeland fontane« soll im Herbst 2018 fertig sein, der abschließende Teil »havelland fontane« ist für 2019 geplant.

Rainald Grebe, der nach seinem Song über das Land mit den Alleen als eine Art Brandenburg-Versteher gehandelt wird, hat die Mark mit fahrender Kamera gefilmt. Unscharf und unruhig sind die Bilder, die während seines Stücks »Fontane.200« in der Schaubühne zu sehen sind. »rhinland fontane« ist aus Stand-Bildern komponiert, Ruhe ausstrahlend, konzenrtiert auf die Poesie von Ort und Wort.

Informationen zu Bernhard Sallmann

www.gegenschuss.de

Berlin

Im Kino Krokodil wird »rhinland fontane« im April und Mai zu sehen sein. Aufführungstermine sind auf der Internetseite www.kino-krokodil.de zu finden bzw. zu erfragen unter 030/44049298 (ab 19 Uhr) bzw. kinokrokodil@email.de.

Für Freitag, den 11. Mai, ist eine Doppelvorführung mit beiden Teilen (19 Uhr ODERLAND. FONTANE + 20:30 Uhr RHINLAND. FONTANE) und Filmtalk mit dem Regisseur Bernhard Sallmann und dem Publizisten und Filmkritiker Bert Rebhandl angesetzt.

Das Zehlendorfer Kino Bali wird der RHINLAND. FONTANE in der Woche 24.-30.05. spielen.

Potsdam 

Das Thalia Kino Potsdam wir am Sonntag, 06. Mai als Matinee beide Teile zeigen (in Anwesenheit des Regisseurs).

Verleih

Kino Krokodil, Berlin

Fontane-Blog – Roter Knopf und Start

Als gestern in der Berliner Vertretung des Landes Brandenburg die Staatssekretärin, Frau Dr. Gutheil, auf den roten Knopf zum Launch der Webseite zum Fontanejahr 2019 drückte, da dachte ich: Sollte unser Fontane-Blog, an dem im Verlauf des laufenden Wintersemesters an der Humboldt-Universität gebastelt wurde, nicht auch aus den Startblöcken gehen? Noch ist alles Gerüst, man riecht die Farbe, sieht Handwerkzeug herumliegen. Aber die Rubriken stehen, erste Ängste sind überwunden, weiteres Material ist in Vorbereitung. Wer lernt, zahlt Lehrgeld – es kommt darauf an, dass die Freude an der Sache bleibt. Und die Sache hat einen Namen: Theodor Fontane. Dessen Leben endete 1898, aber ist – glücklicherweise – längst nicht zu Ende.

Der Blog, eine Initiative der Theodor Fontane Gesellschaft, lädt ein, sich zu beteiligen. Das ist sein Wesen. Die Rubriken brauchen Stoff, sie brauchen Kundige und Kenner. Doch nicht minder benötigen sie Fontane-Lustige und -Launige. Hier soll Fontane-Wissen umgeschlagen werden, aufbereitet oder als Rohstoff. Bunt und nicht langweilig, nützlich für Schule, Studium und Liebhaberei, unnütz zu fröhlichem Zeitvertreib.

An Ideen mangelt es nicht. Die Studierenden arbeiten sich ein, mit Neugier und wachsender Energie. Lernen und gleich schreiben, ein Risiko, was sonst. Doch mit den ersten Proben wächst das Zutrauen und der Spaß an der Doppelrolle: ich schreibe zu Fontane, was ich gerne lesen möchte. Neuigkeiten, im Internet Aufgefischtes, Leseeindrücke, Bücher, Texte, Zitatfunde etc. Das Handy als Fotoapparat und Notizbuch, mediale Phänomene, die sich im eigenen Alltag gut eingerichtet haben und immer griffbereit sind.

Längst dem ‚Blogger-Alter‘ entwachsen, spürte ich selbst bei der Arbeit im Seminar zunehmend Spaß. Ich entdeckte eine neue Schreib- und Darbietungsform, einüben war nötig – und ist noch immer nötig. Als mir der Gedanke einer Rubrik „Fontane-Forscher“ gekommen, stellte sich ein besonderer Reiz ein. Alte Unterlagen, Ordner, Fotokästen gerieten plötzlich wieder in Griffnähe, ich begann zu blättern, zog einiges heraus und schnitt es zurecht für diesen Blog. Testläufe, Proben, kurze Erinnerungsskizzen, Dokumente, Zeugnisse von unterschiedlichem Gewicht.

Der rote Knopf, mit dem dieser Blog ins unkalkulierbare Offene geschickt wird, ängstigt mich ein wenig. Vielleicht auch die bis jetzt Beteiligten. Doch ohne ihn zu drücken, geht es nicht. Mit ihm wird nicht nur das, was bis jetzt zusammengekommen ist, in die ‚Welt‘ entlassen – mit ihm wird vor allem die Tür weit geöffnet für Gäste. Sie sind willkommen, ihr Mittun ist unentbehrlich, ihre Beteiligung eigentlicher Anlass dieses Blogs.

Stellen Sie sich also einen roten Knopf vor, der eben in diesem Moment gedrückt wird. Treten Sie ein!

Für die Lesefaulen

Wer kennt das nicht: Der Tag war lang, die Augen fallen schon langsam zu, aber man möchte sich doch noch einmal in die spannenden literarischen Welten werfen, welche uns auch Theodor Fontane hinterlassen hat. Die Lösung: Hörbücher! Auch von den Werken Theodor Fontanes gibt es eine umfangreiche Hörbuch-Bibliothek. Eine Neuerscheinung auf dem Hörbuch-Markt sei allen müden und lesefaulen Menschen hiermit ans Herz gelegt.

Lesen

Rainald Grebe und Theodor Fontane

„Er geistert mit seltsamen Liedern und in merkwürdiger Kostümierung durch grelle Comedy-Ssendungen, sein Brandenburglied über eine Gegend ‚in der nichts los ist‘ wurde zum Hit. Doch eigentlich ist Rainald Grebe ganz anders. Das stellt der ausgebildete Diplom-Puppenspieler ab diesem Sonntag an der Berliner Schaubühne unter Beweis. Als Autor und Regisseur von ‚Fontane 200‘. Zusammen mit Schauspielern des Hauses macht er sich vorfristig Gedanken, wie ein solches Themenjahr entwickelt werden kann. Am Rande einer Probe hat Harald Asel Rainald Grebe getroffen.“

Zum Anhören:

Rainald Grebe auf der Spur Fontanes Brandenburg