Neues zu Fontane in Berlin-Buch

„Theo geht wandern“

Bei der Veranstaltung „Nachbarn für Nachbarn“ am 24. März 2019 zitierte der Schauspieler Detlef Bierstedt einige Textpassagen aus den Wanderungen durch die Mark Brandenburg, natürlich aus dem Kapitel „Buch“. Während der ganzen Lesung, die uns im übrigen sehr gut gefallen hat, war Fontane unter uns. Denn wir kamen auf die reizende Idee, der gelben Fontanefigur von Ottmar Hörl einen Ausflug von ihrem eigentlich Platz im Fontane-Schaufenster im Stadtgut Buch in die Schlosskirche zu gönnen.

Für einen hellen, frohstimmenden Tag stand der Dichter gewissermaßen auf dem Podest der Kirche, die er vor 159 Jahren mit dem Kommentar bedachte: „Alles, was dieser Bucher Kirche zugestanden werden darf, ist Stattlichkeit und ein gewisser malerischer Reiz“. Insofern ist es doch nur gerecht, ihn direkt unter das Marmordenkmal des Patronaten Buchs, Adam Otto von Viereck, das in seiner Beschreibung Fontanes auch noch Erwähnung fand, zu stellen. Die kurzzeitige Abwesenheit des Autors vor dem Schaufenster bedurfte natürlich der Erklärung. Mit einem Plakat haben wir darauf hingewiesen, wohin unser gelber Fontane einen Tagesausflug unternahm.

Wir wollen an dieser Stelle noch einmal allen Beteiligten an der Lesung danken. Diesen schönen Abend haben wir miteinander genossen. Ein besonderer Dank gilt der Stiftung Zukunft Berlin, der Kirchengemeinde Buch, dem Förderverein Kirchturm Buch sowie dem Förderkreis Alte Kirche Berlin-Brandenburg.

Und so sicher wie das „Amen“ in der Kirche wird dieser Abend auch in unserem Gästebuch verewigt werden!

„Blumen für Theo“

Wie sich das für einen ordentlichen Geburtstag gehört, hat der Jubilar Anrecht auf einen schönen Strauß Blumen, so auch Theodor Fontane. Besonders die Bucherinnen begeisterten sich für die Idee, sodass der erste Blumenstrauß von den Damen des Gesundheitssport-Vereins Drehscheibe e. V. gesponsert wurde.

Dem hat sich dann Frau Schmidt, die Inhaberin der Modeboutique Clara, angeschlossen. Auch Privatleute aus unserem Wohnhaus waren von der Idee so angetan, dass sie sich gerne mit einem Blumengruß an dieser Aktion beteiligen wollen und so dem Poeten und Wanderer gedenken.

Nachdem wir sehen, wie viel für „Fontane“ auf die Beine zu stellen ist, freuen wir uns, dass sein Jubiläumsjahr erst am 30. Dezember enden wird. Es bleibt also noch genügend Zeit für den einen oder anderen Blumenstrauß. Um ausreichend Interessierte zu erreichen, haben wir noch einen kleinen, werbenden Artikel im Bucher Boten veröffentlichen können, damit das Fontane-Schaufenster nicht plötzlich ohne Blumen dastehen muss.

Und apropos Pflanzen: Unser „Bucher-Birnbaum“, den wir im März in den märkischen Boden brachten, gedeiht prächtig. Seine Blühen, mit dem er uns erfreut hatte, haben wir am 16. Mai 2019 mit einem fröhlichen Fest nachgefeiert – zum Vergnügen vieler. Und wieder war Fontanes strahlend gelber Stellvertreter dabei. Manche, so ist erzählt worden, hätten ihn sogar lächeln gesehen …

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