Kategorie: Fontane-Fundstücke

Theodor Fontane und die Bahnen (6)

Eine verkehrsgeschichtliche Würdigung zum 200. Geburtstag des Dichters Zu Teil 5. Fenster mit Aussicht auf den „Verbinder“ Fontane wohnte von 1863 bis 1872 im ersten Stock eines Hauses in der Hirschelstraße (ab 1867 Königgrätzer Straße, heute Stresemannstraße) an der Ecke zur Dessauer Straße. Vom Fenster eines der Zimmer ging der Blick auf die Hirschelstraße. Hier …

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Walter Benjamin und Theodor Fontane. Eine Spurensuche

In Datenbanken und Handbüchern Obwohl beide große Schriftsteller und Beschreiber des Berlins des endenden 19. Jahrhunderts waren, wird ein literarisches Verhältnis zwischen Theodor Fontane und Walter Benjamin in der Forschung kaum berücksichtigt. Eine Datenbanksuche ergibt nur einen Artikel von David Darby über W. G. Sebalds Ringe von Saturn mit Bezug auf Fontanes Wanderungen sowie Benjamins …

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Theodor Fontane und die Bahnen (5)

Eine verkehrsgeschichtliche Würdigung zum 200. Geburtstag des Dichters Zu Teil 4. Mit Effi Briest zwischen Kessin, Hohen-Cremmen und Berlin Fontanes Roman Effi Briest war und ist Pflichtlektüre in höheren Schulklassen und damit auch Anlass für Aufsatzthemen und Prüfungsfragen. Aber wurde in der Schule jemals eine der Reiseszenen mit der Eisenbahn thematisiert, die sich im Roman …

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Theodor Fontane und die Bahnen (4)

Eine verkehrsgeschichtliche Würdigung zum 200. Geburtstag des Dichters Zu Teil 3. Das Ehepaar St. Arnaud fährt in den Harz Von Fontanes Sympathie für die Berliner Stadtbahn war hier schon zu lesen. In seinem Roman Cécile spielt die Stadtbahn gleich zu Beginn eine Rolle. Wir erleben, wenn wir rechtzeitig zusteigen, eine Fahrt über die westliche Stadtbahn. …

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Theodor Fontane und die Bahnen (3)

Eine verkehrsgeschichtliche Würdigung zum 200. Geburtstag des Dichters Zu Teil 2. Unterwegs auf der Hamburger Bahn Um zu den Ausgangspunkten seiner Wanderungen durch Brandenburg zu kommen, nutzte Fontane oft die Eisenbahn, und manchmal erzählt er auch von seinen Zugfahrten. Man kann sich heute in eine Regionalbahn setzen und Fontanes Beschreibungen der Strecke, der Stationen, der …

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Fontane-Spur – bibliographischer Splitter

Ein bekannter Bibliograph ist bekennender Trödelmarktgänger. „Mensch, Du, da liegt doch glatt Gutzkows Nero, ich denk‘, ich seh nicht richtig. Alle dran vorbei, ich: ‚was willst’n dafür?‘ “nen Fünfer, okay‘. Du, ich glaub’s nicht. Steht jetzt bei mir im Regal, freu‘ mich jeden Tag dran.“ Wer Geschichten wie diese über Bücher nicht mag, mag keine Bücher. …

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„Die Spatzen quirilierten auf den Telegraphendrähten“ – Jan Böttchers Stechlin-Collage

Die Spatzen quirilierten auf den Telegraphendrähten und aus dem Saatengrün stiegen die Lerchen auf. (Wie schön!) – und dabei spricht man immer von der Dürftigkeit und Prosa dieser Gegend. Von der weißen Bank zwei Bootslängen bis zu der Stelle, die mit Java telefoniert. Nur drüben aus dem  Kegel des Vesuv stieg ein dünner Rauch. Der …

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Theodor Fontane und die Bahnen (2)

Eine verkehrsgeschichtliche Würdigung zum 200. Geburtstag des Dichters Zu Teil 1. „Ich spreche natürlich von der Stadtbahn.“ Was wäre Berlin ohne die Stadtbahn? Das wurde während der S-Bahn-Krise ab 2009 deutlich: Die Stadtbahn ist unverzichtbar. Schon Bau, Eröffnung und erste Betriebsjahre beschäftigten seinerzeit die Berliner – und auch Fontane. Die Stadtbahn war damals ein verkehrstechnischer …

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Fontane und die Musik

Ein Vorurteil über Theodor Fontane hält sich hartnäckig. Er war unmusikalisch. Zwar wurde bereits 1990 in der Arbeit „Fontane und die ‚tonangebende Kunst'“[1] das Verhältnis des Autors zur Musik erstmals aufgegriffen, eine vertiefte Beschäftigung mit den vielfältigen Facetten (Musik in Fontanes Texten – Prosa, Lyrik, Journalismus, Musik in Fontanes Privatleben, Fontanes Verhältnis zu R. Wagner, …

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Theodor Fontane und die Bahnen (1)

Eine verkehrsgeschichtliche Würdigung zum 200. Geburtstag des Dichters Wanderungen durch die Mark Brandenburg – da fällt einem sofort Theodor Fontane ein. Die durch diesen Titel geprägte Vorstellung, der Dichter wäre meist zu Fuß durch die märkische Landschaft gestapft, scheint naheliegend. Doch Fontane nutzte außer „per pedes apostolorum“ und „Schusters Rappen“[1], wie er es bei seiner Weihnachtswanderung …

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