Autor: Felix Latendorf

„Um was geht es?“ – Bov Bjergs „Serpentinen“ und etwas Fontane

„Um was geht es?“ – mit dieser selbstreflexiven Frage beginnt der neuste Roman des 1965 in Heiningen, Baden-Württemberg, geborenen Schriftstellers Bov Bjerg (eigentlich: Rolf Böttcher). Eine Frage, ein Wendung, ein Vers, der sich repetitiv durch den Roman zieht und dessen scheinbare Antwort der Titel ist: Serpentinen. Doch was heißt das? Um was geht es denn …

Lesen

Stilles Nebeneinander. Theodor Fontane und Wilhelm Raabe – eine kurze biografische Spurensuche

Das Sommersemester 2020 ist wegen hinlänglich erörterter Gründe ein „Online-Semester“ geworden. Unterschiedliche Modelle zeigen, dass dies den Einfallsreichtum der Dozierenden stimuliert, per „Online-Lehre“ Inhalte den Studierenden zu vermitteln. Eine meiner „Online-Vorlesungen“ (und damit soll es genug mit diesem „Online“ sein) versucht sich an einem asynchronen Weg: Eine Power-Point-Präsentation mit integrierten Audio-Dateien wird wöchentlich zur Verfügung …

Lesen

Das Fontane Jahr 2019 im Rückblick. Ein Gespräch mit Roland Berbig

Redaktionelle Notiz: Der Fontane Blog geht in sein drittes Jahr (und für einige der besonders Engagierten in sein fünftes Semester!), das Fontane Jubiläumsjahr 2019 ist vorüber. Es lieferte eine schier unendliche Fülle an Themen und Anregungen, es war das Herzstück des Blogs. Anlass genug, am Ende dieses ereignisreichen Jahres noch einmal Revue passieren zu lassen, …

Lesen

Mein Fontane-Jahr-Moment: Wie aus einer Uni-Veranstaltung eine Gemeinschaft wurde

Das Fontane-Jahr 2019 gleichwohl des Schriftstellers 200. Geburtstag liegt in der Vergangenheit. Deshalb blickt jedes Mitglied des Fontane Blogs noch einmal auf die dahingeschiedene Zeit zurück und erinnert sich an seinen einprägendsten Fontane-Moment. Irgendwo in Kleinmachnow zwischen hochaufragenden Bäumen, auf einem perfektgepflegten Rasengrün und an einem festgedeckten Gartentisch fand ich mich nebst den anderen meiner …

Lesen

Quid pro … Über „Quitt“ Teil 1

Wieso Quitt? Jede/Jeder kennt diese leicht gequälte, bedrückende Stimmung, wenn es in einem Raum so still geworden ist, dass nur der Grillen Zirpen hörbar bleibt. Wahlweise aus Soundeffekten in Filmen, aus der deutschen Poesie oder eben aus der ungeschönten Wirklichkeit. Letzteres erlebte ich während der Fontane.200-Veranstaltung im Literarischen Colloquium vom 11. April 2019. Im Zuge …

Lesen

Eine Zeit für Zufälle

Es ist eine Unzahl an Abschluss- und Aufschlussarbeiten später, es ist drei warme Sommer-, zwei laue Herbst- und einen kalten Wintermonat noch lang, es ist ein graupelartiger und schneegestöberter Anbeginn, es ist zwei nach Luther, eins mit dem Bauhaus und eins vor Beethoven, es kam einfach, kam anmäandert, schlich sich ein und geht nicht so …

Lesen

Lieber Mohn statt Quark!

Eine kleinen Antwort auf einen noch kleineren Text, der ungenannt bleibt… Ein rauer Morgen und einige graue Wolken paaren sich mit einer überfüllten Tram und den Vorahnungen zu meiner kommenden Überlandfahrt. Pessimistisch verfalle ich ins Grübeln über die Risiken einer solchen Fahrt – vorprogrammierte Verspätungen, dichtgedrängte Menschenmassen und Zugunglücke…Moment, war es nicht Fontane, der ein …

Lesen