Kategorie: Fontane-Publikationen

Neuruppin & Th. Fontane. Ein Buch für jedermann

Verleger sind eine Species für sich. Ohne sie keine Bücher, ohne Bücher nicht sie. Ihre Verlage sind, glückt, was sie anstreben, Markenzeichen. Wie alle Marken müssen sie sich auf dem Markt unterbrechungslos behaupten. In dem sie beständig literarisch Bedeutendes präsentieren oder sich beständig für bedeutsam erklären. Beides birgt Risiken und bringt Großes hervor – und …

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Fontane und Ibsens „Gespenster“

Besprechung der vierbändigen Ausgabe von Fontanes Theaterkritiken im Aufbau Verlag Es ist der Editionsphilologin und Herausgeberin Debora Helmer zu verdanken, dass in diesem Jahr der großen Fontane-Lesegemeinde ein Einblick in eine weitgehend im Detail unbekannte Seite seines Schaffens ermöglicht wurde: die des leidenschaftlichen Theatergängers Fontanes und die des Theaterkritikers. Das Buch Theodor Fontane – Da …

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DER BILDERFEX – Fontanes imaginäres Museum von Christoph Wegmann

Als die Theodor Fontane Chronik 2008 ihre Pforten schloss, um ins Druckhaus des Verlages de Gruyter zu gehen, da durfte der Verfasser (auch im Namen deren, die ihm bei der Erarbeitung behilflich gewesen waren) noch ein paar Zukunftswünsche äußern. Neben einer virtuellen Bibliothek Fontanes – ein Lieblingsgedanke  des 2007 verstorbenen Berliner Germanisten und Fontane-Forschers Peter …

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„Bilder und Geschichten“: Die 2. Fontane-Ausstellung ist eröffnet

Noch ist das Jackett nicht getrocknet, das Hemd klamm und Zeitungspapier in den durchnässten Schuhen: Als nach der Neuruppiner nun die zweite Fontane-Ausstellung des Landes Brandenburg ihre Eröffnung feierte, segnete der Himmel das märkische Land mit einer Regenflut. Da eilten Regenschirme dem Potsdamer Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (Kutschstall, Am Neuen Markt 9) zu, ein seröser …

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Theodor Fontane: Realismus, Redevielfalt und Ressentiment

Norbert Mecklenburg über Fontanes Antisemitismus

Norbert Mecklenburg beschäftigte sich in seinem im letzten Jahr veröffentlichten Buch Theodor Fontane. Realismus, Redevielfalt und Ressentiment ausführlich mit Fontanes persönlicher antijüdischer Einstellung, aber auch mit dem Antisemitismus in seinem künstlerischem Werk. Der Literaturwissenschaftler sieht es als seine Pflicht, Fontanes antijüdische Aussagen zu dokumentieren und historisch zu kontextualisieren. (S. 194) Mecklenburg fordert Fontane-Forscher dazu auf, …

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FONTANESKE – ein schönes Fontane Büchlein ist anzuzeigen

Die Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte, Kulturland Brandenburg hat in dem feinen und zu Recht schon wiederholt mit gediegenen Preisen bedachten vacat Verlag ein Buch herausgebracht: Julia Schoch (Text) und Frank Gaudlitz (Fotografie) teilen sich in die Autorschaft und finden sich vereint unter dem Titel FONTANESKE.  Eigentlich ist alles an diesem kleinen Büchlein schön: …

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Fontane – Die großen Romane: Hörbuch-BOX

Norbert Miller, einer der renommiertesten deutschen Literaturwissenschaftler der Gegenwart, lehnte sich am 11. April 2019 im Literarischen Colloquium am Wannsee gelassen zurück: „Also, um den Fontane, da ist mir auch in Zukunft überhaupt nicht bange.“ Er lächelte und blickte nach rechts auf seinen Podiumsnachbar: Da saß Ernst Osterkamp, ebenso prominent und Präsident der Akademie für …

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Nicht um der Hähne willen

VON MARCUS WEINGÄRTNER In den Neuzigern entdeckten viele Menschen Theodor Fontane für sich, um mit den Wanderungen durch die Mark Brandenburg die neuen Bundesländer kennenzulernen. Zwar sah man niemanden mit einem Bändchen Fontane die Straßen Brandenburgs ablaufen, doch beim Lesen wurde deutlich, wie modern der 1819 geborene Preuße ist: Fontane wollte keine Grenzen anerkennen, er …

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Das vom Baum gerissene Blatt

VON INGEBORG RUTHE Januarblues und Augustwind sind, das weiß ich jetzt definitiv, keine Ein- und Durchschlaf-Mixtur. Aber ich hatte mir während der Störungen meines Biorhythmus‘, in Erinnerung des 200. Geburtstages von Theodor Fontane und in der Hoffnung, sowas „Altes“ aus überholten Zeiten würde mich wieder einlullen, „Effi“ aus dem Regal geholt – bei Proust war …

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