Kategorie: Mein Fontane

Agnes‘ rote Strümpfe und die Revolution der Sitte

Was sind die Vorzüge an Autourlaubsreisen? Unter anderem die Möglichkeit ein Hörbuch einlegen zu können und die Landschaft in Verbindung mit einem Bildungsgewinn vorbeihuschen zu sehen. Wesentliche Voraussetzungen für den Hörgenuss sind: ein brillanter Fahrer, der mit nicht mehr als 150 Stundenkilometern ohne abruptes Bremsen kutschiert – und sehr wenig Verkehr! Trifft der Autofahrer, pardon …

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Theodor Fontane und die Bahnen (3)

Eine verkehrsgeschichtliche Würdigung zum 200. Geburtstag des Dichters Unterwegs auf der Hamburger Bahn Um zu den Ausgangspunkten seiner Wanderungen durch Brandenburg zu kommen, nutzte Fontane oft die Eisenbahn, und manchmal erzählt er auch von seinen Zugfahrten. Man kann sich heute in eine Regionalbahn setzen und Fontanes Beschreibungen der Strecke, der Stationen, der Atmosphäre folgen und …

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Wie ich ahnungslos Fontanes Spuren in Schottland kreuzte

Die Morgensonne lacht freundlich, während wir die schottische Landschaft durchfliegen. Diese Worte schreibt Fontane über die Fahrt von London nach Edinburgh in seiner Sammlung von Briefen und Eindrücken Jenseit des Tweed, aus dem auch alle weiteren Zitate dieses Artikels stammen. Während Fontane „durchfliegen“ wohl eher bildlich meinte, war meine Reise in das Land, das auch ihn …

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Meine Begegnungen mit Theodor Fontane

Außer nach Köthen/Anhalt hatten meine Reisen nach Swinemünde, Dresden, Frankfurt am Main und Bad Kissingen andere Beweggründe. Im Frühjahr 2018 warf Roland Berbig in der Köthener Sprachgesellschaft einen außergewöhnlichen „Blick in Fontanes Schreibwerkstatt“. Der „Undstil“ in Grete Minde und Ellernklipp löste bei den Zuhörern heiteres Verständnis aus. Geistreich und originell verteidigte Fontane seine Wortwahl in …

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Eine Zeit für Zufälle

Es ist eine Unzahl an Abschluss- und Aufschlussarbeiten später, es ist drei warme Sommer-, zwei laue Herbst- und einen kalten Wintermonat noch lang, es ist ein graupelartiger und schneegestöberter Anbeginn, es ist zwei nach Luther, eins mit dem Bauhaus und eins vor Beethoven, es kam einfach, kam anmäandert, schlich sich ein und geht nicht so …

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Theodor Fontane und die Bahnen (2)

Eine verkehrsgeschichtliche Würdigung  zum 200. Geburtstag des Dichters Zu Teil 1. „Ich spreche natürlich von der Stadtbahn.“ Was wäre Berlin ohne die Stadtbahn? Das wurde während der S-Bahn-Krise ab 2009 deutlich: Die Stadtbahn ist unverzichtbar. Schon Bau, Eröffnung und erste Betriebsjahre beschäftigten seinerzeit die Berliner – und auch Fontane. Die Stadtbahn war damals ein verkehrstechnischer …

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Nicht um der Hähne willen

VON MARCUS WEINGÄRTNER In den Neuzigern entdeckten viele Menschen Theodor Fontane für sich, um mit den Wanderungen durch die Mark Brandenburg die neuen Bundesländer kennenzulernen. Zwar sah man niemanden mit einem Bändchen Fontane die Straßen Brandenburgs ablaufen, doch beim Lesen wurde deutlich, wie modern der 1819 geborene Preuße ist: Fontane wollte keine Grenzen anerkennen, er …

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