Das Fontane Jahr 2019 im Rückblick. Ein Gespräch mit Roland Berbig

Redaktionelle Notiz: Der Fontane Blog geht in sein drittes Jahr (und für einige der besonders Engagierten in sein fünftes Semester!), das Fontane Jubiläumsjahr 2019 ist vorüber. Es lieferte eine schier unendliche Fülle an Themen und Anregungen, es war das Herzstück des Blogs. Anlass genug, am Ende dieses ereignisreichen Jahres noch einmal Revue passieren zu lassen, was sein Ertrag war. Aber wie? In der Redaktion des Blogs kam der Gedanke auf, den Vorsitzenden der Theodor Fontane Gesellschaft, Roland Berbig, dazu zu befragen. Dabei sollte nicht nur zur Sprache kommen, was die zurückliegenden zwölf Monate für Fontane und die Fontane-Welt gebracht haben, sondern auch, welche Türen und Fenster geöffnet wurden für eine zukünftige Beschäftigung mit dem Autor der „Wanderungen“ und der so bedeutenden „Berlin Romane“. Nachstehend werden einige wesentliche Passagen des aufgezeichneten Gesprächs in redigierter Form mitgeteilt. Das vollständige Interview steht am Ende des Artikels per Link zur Verfügung.

Interview vom 27. Januar 2020

Roland Berbig: Ich freue mich sehr, in einem so netten, heiteren Kreis der Fontane-Blog-Mitglieder zu sitzen, die sich seit zwei Jahren mit Fontanes Jubeljahr beschäftigen. Leander Wattig war von Beginn an dabei, er hat den Blog technisch installiert und betreut.  Die Ausgangsidee war: mit Studierenden ein solches Medium zu nutzen – Studierende, die gesagt haben, „wir schreiben Artikel“, die aber auch gesagt haben: „wir schreiben keine Artikel, aber wir redigieren, was eingeschickt wird“. Heute haben wir uns vorgenommen, darüber zu reden, was das vergangene Jahr gebracht hat, was Sinn oder Unsinn des Jahres war. Wir wollen uns vor Augen zu führen, was solche Dichterjubiläen eventuell bringen, aber auch, was sie nicht vermögen. Die Fragen sind nicht abgesprochen. Alle können alles fragen. Es geht nicht um meine Person, sondern die Sache, um die wir uns bemüht haben und die unsere Aufmerksamkeit in Anspruch genommen hat.

Felix Latendorf: Dann würde ich starten und die erste Frage stellen: Sie hatten gesagt: Sinn und Unsinn des Jahres „2019 – 200 Jahre Theodor Fontane“. Wie kategorisiert man Sinn und Unsinn?

Roland Berbig: Die Sinnfrage ist vielleicht wirklich die erste, die es zu stellen gilt. Sie hat mich durch das ganze Jahr und auch schon vorher beschäftigt. Eigentlich hat sie mich schon in Zeiten beschäftigt, als ich gar nicht daran gedacht habe, mich in einem Fontane-Jubiläumsjahr zu engagieren. Bei Studien zur Literaturgeschichte des 19. Jahrhundert war ich auf das Phänomen von Dichterfeiern gestoßen. Das Schiller-Jahr 1859 war ein kulturpolitisches Ereignis ersten Ranges im deutschsprachigen Raum. Ein ganzer Kulturapparat, ein ganzer politischer Apparat, ein ganzes Gemeinwesen waren in Gang gekommen, um Schillers Werk für aktuelle Zwecke zu nutzen oder doch deren Nutzbarkeit zu erproben. Friedrich Schiller schien tatsächlich geeignet, nationalen Identität breiter Bevölkerungsschichten zu stiften, gewiss aber dabei mitzuwirken. Eine Merkwürdigkeit, die mich interessiert hat. Es hat mich etwa interessiert, warum Schiller und nicht Goethe. Dahinter steckt eine Sinn-, eine Gebrauchsfrage, die sich ein Gemeinwesen stellt. Wenn es sich eines Dichters oder einer Dichterin annimmt, gerät es immer in Zugzwang zu begründen, warum gerade dieser und andere nicht. Diese Frage hat sich bei Fontane in meiner Forschungs- und Arbeitszeit einige Male gestellt. Es gab den 100. Todestag, und es gab kleinere, nicht ‚runde‘ Jahrestage. Der 200. Geburtstag aber – das zeichnete sich ziemlich früh ab – löste ein merkwürdiges Prickeln aus. Und zwar nicht nur an der Universität, nicht nur innerhalb der Theodor Fontane Gesellschaft, nicht nur in den dafür typischen Kreisen und Zirkeln, sondern tatsächlich in einer Öffentlichkeit, die erheblich über den kulturellen Rahmen hinausgeht. Das fand ich von Anfang an aufschlussreich, es hat mich neugierig gestimmt. Das war die Frage, die sich der Theodor Fontane Gesellschaft gestellt hat und die für den Fontane-Blog von hohem Interesse war: Was soll dieser Blog für Beiträge haben, um an dieser allgemeinen Aufmerksamkeit sinnstiftend, sinnfördernd mitzuwirken? Denn selbst der kleinste Artikel, selbst die kleinste Sache hatte ja unweigerlich noch Teil an einer solchen inhaltlichen Ausgestaltung, an der Dimensionierung des Ganzen.
Das andere ist der Unsinn: Der Unsinn eines solchen Jubiläums ist schwieriger zu bestimmen, als man denkt. Einige würden einen „Fontane-Döner“ oder Fontane als Playmobil-Figur unsinnig nennen. Dabei sind das noch die harmlosesten Beispiele, die Grenzen der Unsinnigkeiten waren weitgesteckt, fast möchte man meinen, sie seien zeitweilig aufgehoben gewesen. Wenn Sie durch die Mark Brandenburg fahren, dann entgehen Sie gar nicht einer das Unbedenkliche streifenden Neigung, Komposita mit dem Wort „Fontane“. Kaum ein Produkt bleibt davor geschützt. Ich habe die Beobachtung gemacht, dass auf diesem Wege plötzlich merkwürdig viele irgendeine Initialzündung hatten, die ihnen eine „Fontane“-Tauglichkeit suggerierte. Unsinn schwelt, wenn man Fontane-Wendungen gebraucht, um eigene Interessen scheinbar wirkungskräftig zu lancieren – den Namen und die Person Fontanes als Aufhänger zu benutzen. Ich kann mich erinnern, wie sprachlos ich war, als ich vor über zwanzig Jahren erfuhr, dass ein windiger Geschäftsmann sich den Markennamen „Fontane“ patentieren lassen wollte.

Aber ganz abgesehen von solchen Machenschaften, birgt die Vereinnahmung eines Dichters generell Risiken. Vielleicht sogar gefährliche, wer weiß. Wir haben kaum eine rechte Ahnung, wer Fontane wirklich war. Manche Erinnerung signalisiert uns, so uneingeschränkt sympathisch, wie wir ihn uns zurechtmalen, war er wohl doch nicht. Er ist uns in jedem Fall eine fremde Erscheinung, von der wir nur wissen, was von ihr gedruckt ist. Da wäre so ein Punkt zu überlegen, wo die Unsinnigkeit anfängt, wo eine Inanspruchnahme, die ungehörig ist. Das fängt manchmal in der Politik an und kann auch im Kulturbetrieb weitergehen. Wenn ich ein Fazit ziehen würde nach dem Jahr, dann tendiere ich dennoch dazu, den Sinn dieses ganzen Aufwandes weitaus höher anzusiedeln als jene Unsinnigkeiten, die bei Jubiläen immer im Spiele sind.

Felix Latendorf: In Ihrer Funktion als Vorsitzender der Theodor-Fontane-Gesellschaft?

Roland Berbig: In der Funktion als Vorsitzender der Theodor-Fontane-Gesellschaft, die mir in diesem ganzen Zusammenhang am Herzen liegt und außerordentlich wichtig ist. 

Felix Latendorf: Und als Privatperson?

Roland Berbig: Die Privatperson R. B. existiert in diesem Zusammenhang nicht isoliert. Ich habe im letzten Jahr bemerkt, dass der Grad des sich Angesprochen-Fühlens mir kaum Abstand erlaubt, so zu tun, als könnte ich mir aus der Ferne ansehen, was so alles mit „Fontane“ getrieben – oder eben auch möglich wird. Ich hatte stets das Gefühl, wenn irgendetwas mit Fontane passiert, das geht mich an. Dass der Name, die Persönlichkeit, das Werk und die langen Jahre der Auseinandersetzung mir jede Gelassenheit oder auch Unbefangenheit genommen haben, ja, das würde ich schon sagen.  

Elke Beerhalter: Bei der Vielzahl von Veranstaltungen – was meinen Sie: Ist darunter die eine oder andere, die nach dem Jubiläumsjahr unbedingt fortgesetzt werden sollte? Wenn ja, welche und warum?

Roland Berbig: Das ist nicht leicht zu sagen, gewiss. Was ist nicht alles auf die Beine gestellt worden! Aber ich möchte noch einmal schnell zurückblenden. Gefragt habe ich mich wiederholt, wann das Fontane-Jubiläumsjahr eigentlich begonnen hat? Da wäre zum Beispiel, naheliegend, der 1. Januar 2019 oder, für alle Beteiligten noch naheliegender, der 30. März 2019 mit seinem Eröffnungsfestakt in Neuruppin. Aber man könnte auch einzelne Highlights nennen, die sich als Jubiläumsereignis eingeprägt haben, persönliche Schlüsseldaten gewissermaßen. Für mich etwa war das erste Fontane-Blog-Seminar ein solches Ereignis, immerhin schon Ende April 2018.
Doch wirklich entscheidend war die Gründung eines Kreises, den wir Fontane-Forum genannt haben. Achtung: im Jahr 2010! Grundüberlegung und Initiative stammten von Prof. Dr. Hubertus Fischer, jetzt Ehrenpräsident der Theodor Fontane Gesellschaft. Die Idee lag auf der Hand. Wir hatten beobachtet, dass an immer mehr Stellen und von den unterschiedlichsten Personen Fontane-Aktivitäten ausgingen. Wissenschaftlich, kulturell, politisch, regional etc. Es bot sich an, ein Forum zu organisieren, das diese Leute zusammenholt und die Institutionen an einen Tisch bringt.  In seiner Geburtsstadt Neuruppin, natürlich im Theodor Fontane-Archiv, in dem sich Forschung und Überlieferung bündeln, im Stadtmuseum Berlin und in der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz Berlin, die den größten Bestand an Handschriften des Dichters aufbewahren …  Einladungen gingen ins Abgeordnetenhaus Berlin, in den Brandenburgischen Landtag. Aber wir wollten auch einzelne, sehr engagierte Fontane-Menschen dabei haben, die gab es schon damals – sie waren eine besondere Freude in der Runde. Ebenfalls geladen wurden nichtakademische Lesezirkel, also Foren, an denen Fontanes Werk gelesen und debattiert wurde, im Stillen, aber doch sehr nachhaltig. So haben wir es dann wirklich gemacht. Ich begann hier an der Universität, die eine bemerkenswerte akademische Geschichte mit diesem Autor aufzuweisen hat. Später bat ich Mario Zetzsche, der 2019 Fontane-Botschafter der Fontane-Stadt Neuruppin werden sollte, mit mir dieses Forum zu verantworten. Es wurde verabredet, dass sich das Forum viermal im Jahr, mindestens jedoch halbjährlich treffen soll.
Früh haben wir erkannt, wenn man einen solchen Kreis versammelt, dann muss man einen starken Konzentrationspunkt finden, der diese unterschiedlichen Institutionen, Gruppen, Personen bindet – in dem sich wiederfinden und von dem aus sie etwas Gemeinsames anstreben.  So kam es, dass wir bereits 2010, 2011 den 200. Geburtstag Fontanes und damit das Jubiläumsjahr 2019 ins Visier nahmen. Um den Tisch versammelten sich, um wenigstens ein paar Namen in Erinnerung zu bringen, Dr. Jutta Weber (Staatsbibliothek Berlin), Dr. Hanna Delf von Wolzogen (Theodor Fontane-Archiv), der Bibliograph Dr. Wolfgang Rasch, der ehemalige Bürgermeister von Spandau, Sigurd Hauff, und bald auch Ausstellungsorganisatoren mit ersten, dann immer konkreter werdenden Ideen. Wir wollten – das wurde in diesem Brainstorming zunehmend deutlich – das Jahr 2019 zu einem Fontane-Jubiläumsjahr der besonderen Art erheben. In der Rückschau klingt das rührend, ja naiv. Doch war es keineswegs ausgemacht, dass Politik und Kulturbetrieb sich in dieser Geschlossenheit auf „Theodor Fontane“ einlassen sollten. Uns allen bereitete es eine unglaubliche Freude, an der Realisierung dieser Idee mitzuwirken. Fragen der Finanzierung, des Managements und wer welche Aufgabe oder Ämter haben soll, spielten zu diesem Zeitpunkt überhaupt keine Rolle. Da, glaube ich, hat für mich das Fontane-Jahr begonnen. Der Glanz dieses Beginnens, er strahlte durch die Jahre fort und hat sich bis jetzt nicht verloren. Es hat tatsächlich dazu geführt, dass in dem genannten Rhythmus Stück für Stück aus diesem Fontane-Forum ein informelles Gremium wurde, indem die unterschiedlichen Stadien der Arbeitsvorbereitung untereinander ausgetauscht und voran getrieben wurden.
Entscheidend war dennoch und ohne unmittelbares Zutun des Forums die beginnende Diskussion im politischen Raum, die der Sache, die bislang nur Idee war, einen wesentlichen Schub verpasste. Was plante die Stadt Berlin anlässlich Fontanes 200. Geburtstag 2019? Was das Land Brandenburg? Was fing eventuell die Bundesrepublik Deutschland damit an, also der Bund? Es war zu spüren, dass es innerhalb der politischen Entscheidungsgremien für Brandenburg eine starke Kraft gab, die gesagt hat: „Das könnte gut gehen, das könnte etwas sein, das einen Resonanzraum hat, in dem die unterschiedlichen Teile eines solchen Gemeinwesens sich in der Person Theodor Fontanes finden – dass auf diese Weise Energie freigesetzt und Vielfalt im öffentlichen Leben initiiert wird.“ Sie hat die Verantwortung im positiven Sinne an Land gezogen und es tatsächlich durchgesetzt, dass das Land Brandenburg zwei Jahre vorher erklärt hat: Das Jahr 2019 wird ein Fontane-Jahr!
Das war die Ebene, die es zur Realisierung unbedingt gebraucht hatte. Die Vorgaben wurden klarer, Projekte definiert und die Finanzierung in wachsendem Maße sichergestellt. Mit dieser Entscheidung war tatsächlich ein sehr großer Schritt getan. Ein solcher Apparat war unerlässlich, und eine behutsam politisch-führende Hand wie die der damaligen Ministerin Martina Münch, die im Frühjahr 2018 einen Beirat einberief, der bald zu einem Organismus wuchs: Sein aufmerksam begleitender Blick auf das, was mit dem in erstaunlichem Maß zur Verfügung gestellten Geld passieren sollte, wer welche Ideen hatte und sich die Umsetzung wünschte und wie bei dem allen die Waage nicht in Schieflage gerät, er war wichtig und hat sich bewehrt. Die Arbeit konnte beginnen. Die Theodor Fontane Gesellschaft und das Fontane-Archiv waren selbstverständlich in diesem Beirat vertreten und haben dort das Ihre zum Gelingen beisteuern dürfen. Das Projekt „Fontane-Jahr 2019“ ist also Stück für Stück gewachsen, Kräfte ließen sich konzentrieren, und alle wirkten in eine Richtung.

Elke Beerhalter: Ich muss noch einmal auf meine Frage zurückkommen. Dass war sozusagen das institutionelle Vorspiel und alles was damit in Zusammenhang stand. Dann begannen die Veranstaltungen, Ausstellungen und Projekte. Sie haben eine Vielzahl davon besucht: Welche Veranstaltung, oder welches Projekt halten Sie für fortsetzungswert? Und wie kommt man dabei an ein ganz junges Publikum? Denn außer den Schulklassen, das ist uns auf gefallen, waren die meisten Menschen aus einer Generation, die schon vertrauteren Umgang mit dem Werk Fontanes hatten.

Roland Berbig: Ja, da haben Sie vermutlich nicht ganz Unrecht. Sehen Sie mir nach, wenn ich doch noch vom Rahmen des Ganzen rede, etwa von einer Einrichtung. Sie ist Ihnen als fontane.200 bekannt und stand unter der Leitung des Projektkoordinators Hajo Cornel. Ausgestattet mit dem notwendigen Budget, unterstützt durch wissenschaftliche Beratung und eingebunden in ein Netz profilierten Projektmanager aus Kultur und Politik glückte eine professionelle Kampagne. Sie wurde geprägt durch die Stadt Neuruppin, durch Ausstellungen und ihre Kuratorinnen, durch Marketing-Strategien, wunderbare Presse- und Öffentlichkeitsarbeit – online und ganz real vor Ort und an den Fontane-Orten, von denen es bald immer mehr gab. Das habe ich zum ersten Mal erlebt, es war Bedingung, um Erfolg zu haben. Und ein Erfolg war es: Denn so oft wie im letzten Jahr das Land Brandenburg und die Stadt Neuruppin im Zusammenhang mit dem Namen Fontane genannt wurden, muss das Investierte als gelungene Imagekampagne gewertet werden. Sie verpufft, denke ich, nicht so schnell. Die Erinnerung an viele schöne, gelungene Fontane-Angebote wird anhalten.

So – und nun komme ich endlich zurück auf Ihre Frage: was soll fortgesetzt werden, welche Veranstaltungen, welche Initiativen? Sie ist nicht leicht zu beantworten. Die Fontane-Ausstellung in Neuruppin – kuratiert von Dr. Heike Gfrereis vom Deutschen Literaturarchiv in Marbach – war an das Jubiläum und an die konkreten Umstände gebunden. Die Personen, die das Fontane-Jahr in vielfacher Hinsicht getragen haben, kamen aus der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH (Träger von fontane.200), allen voran deren Geschäftsführer/in Brigitte Faber-Schmidt und Dr. Kurt Winkler. Sie und ihre Teams, die großartig agierten, haben jetzt andere Aufgaben und müssen längst schon wieder die nächsten kulturellen Schwergewichte stemmen. Aber unbedingt gilt eins: Das ehrenamtliche Engagement von literarischen Gesellschaften, Gruppierungen und Einzelpersonen, die sich für Theodor Fontanes „Gegenwart“ ins Zeug legen, sie muss weiter bestehen, und sie wird es. Ganz wichtig!
Aber weiter: Eine Institution mit eigenem Haushalt wird das Bewährte fortsetzen, das Theodor-Fontane-Archiv in Potsdam mit dem Leiter Prof. Dr. Peer Trilcke. Das Archiv nimmt den positiven Wind des vergangenen Jahres mit, die Stellung des Leiters wurde stabilisiert – sein Wirken war mustergültig.
Ich komme kurz zurück zu den Ehrenamtlichen. Diese Kreise sind bei solchen Entwicklungen enorm wichtig. Mich hat das fasziniert, dass in einzelnen Dörfern beispielsweise Pastoren oder Pastorinnen plötzlich gesagt haben: „Wir machen hier eine ganz kleine Ausstellung, wir machen eine kleine Lesereihe oder wir organisieren Wanderungen übers Land.“ Die haben etwas gemacht, ohne vorher einen Antrag zu schreiben, um an irgendwelche Sachmittel für die Realisierung zu gelangen. Die haben einfach gesagt, lasst uns Texte sammeln, auf Plakate schreiben und sie hier und dort aufstellen. Das geht heute technisch auch ohne großen Aufwand. Wir organisieren so etwas und binden Leute und zeigen denen, dass dieser Fontane unterhaltsam ist, dass er Kluges gesagt hat, das man auch verstehen kann, wenn man nicht studiert ist oder sich beständig mit dergleichen befasst. Und dass er überdies auch noch eine Person mit Witz, mit Humor ist! Diese auf ehrenamtlicher Basis beruhenden Dinge haben mich sehr fasziniert. Natürlich hat man profitiert vom „Zeitgeist“, davon, dass die Medien sich wieder und wieder Fontane widmeten – aber warum nicht?
An eine weitere Idee erinnere ich mich gerne. Auch sie geht auch eine Initiative von Hubertus Fischer zurück, ihre Umsetzung lag bei der Theodor Fontane Gesellschaft, beim Vorstand, beim Vorsitzenden. Dies war die Fontane-Akademie. Sie sollte eine kleine Attraktion der Stadt Neuruppin sein und, geht alles gut, dort dauerhaft installiert werden. Natürlich hatte man sofort bei dem Wort „Akademie“ gedacht, jetzt geht die Theodor Fontane Gesellschaft unter die Baumeister und errichtet ein stattliches Gebäude auf dem Marktplatz. Darauf schreibt sie in Marmorlettern „Fontane-Akademie“. Nein, um Himmels willen, nein. Dieser Name hat natürlich etwas sehr Symbolisches. Ein Symbol, das zum Ausdruck bringen soll, dass dies eine Veranstaltung ist, in der möglichst viel Fontane-Bezogenes Platz findet. Ein oder zwei Tage lang, gut durchmischt, akademisch geprägt, aber nicht ausschließlich. Die Idee war gut, und sie griff auch. Sie war, wenn man sich die Durchführung anschaut, geradezu ein Erfolg, überraschend für alle Beteiligten. Ohne die Geschäftsstelle unserer literarischen Gesellschaft, die in den Händen von Vanessa Brandes liegt, hätte ich das gar nicht auf die Beine stellen können. Wir haben uns bei der Organisation bewusst machen müssen, dass ein solches Unternehmen nicht so einfach nebenbei zu organisieren ist. Ja, im Nachhinein waren wir fast erschrocken von unserem Übermut, so viele Personen und Institutionen in einen stimmigen Reigen zu bringen. Das war schwierig, aber es hat unglaublich Freude gemacht, und in der Rückschau muss ich sagen – das werden Sie mir vielleicht gestatten – es hat mich vielleicht am meisten gefreut. Plötzlich war aus dem Modell etwas Reales geworden: eine Schriftstellerin nahm ihre Wanderschuh in die Hand und das Land, beschreibend, unter die Sohlen, eine Schulklasse präsentierte ihr umwerfendes Effi-Projekt, ein Architekt sagte etwas zu „Fontane und Stadt“, unser Fontane-Blog stellte sich dort vor und eröffnet wurde das Ganze von einem Bundesverdienstkreuzträger, einem gestandenen Akademiemitglied. Das passte zusammen, alles fügte sich – ein kleines Glück.

Elke Beerhalter: Und die soll bleiben, ruft nach Fortsetzung?

Roland Berbig: Ja, es wäre wunderbar, wenn diese Idee lebensfähig bliebe. Wir haben überlegt und basteln schon ein bisschen daran: auf der einen Seite die Fontane-Akademie und auf der anderen Seite die nicht wenigen neuen Mitglieder unserer literarischen Gesellschaft, die im vergangenen Jahr hinzugekommen sind, miteinander zu verbändeln. Von diesen Mitgliedern, die meisten sind zwischen 30 und 50 Jahre alt, verspreche ich mir viel. Das ist die nächste Generation, da kommen frische Erfahrungen und Kompetenzen aller Art: aus dem Literatur- und Kulturbetrieb, aus dem akademischen Raum und eben auch aus jener herrlich anregenden ‚Liebhaber‘-Welt, die sich nicht in vorgetretenen Bahnen bewegt, sondern eigene Pfade entdeckt. Gerne möchte ich diese neuen Mitglieder einmal zusammenbringen, vielleicht auf einem der rekonstruierten märkischen Gutshöfe, die sich dafür bestens eignen. Eventuell in Karwe, wo im vergangenen Jahr eine feingedrechselte Ausstellung viel Anerkennung gefunden hat.

Leander Wattig: Das ist genau der Kernunterschied. Wenn wir ehrlich sind, eine Stadt wie Neuruppin macht ja kein Fontane-Jahr, um als oberstes Ziel das Werk des Dichters zu verbreiten. Ihr geht es, und muss es gehen, um das wirtschaftliche und politische Wohlergehen ihrer Stadt – das heißt vor allem auch: um die Förderung von Tourismus. Selbstverständlich wird dabei auch das Werk gepflegt, aber als kurzfristiger Impuls ist der Nutzwert entscheidend. Wir müssen uns immer darauf konzentrieren, ob die Leute zum Einen ein Interesse an Literatur haben und zum Anderen die Frage stellen, wie können wir das Interesse wecken und steigern.

Roland Berbig: Ich finde es absolut richtig, was Sie sagen, Herr Wattig, und absolut wichtig. Die Theodor Fontane Gesellschaft hat ihren Sitz in Neuruppin, sie wird von der Stadt Neuruppin dankenswerterweise unterstützt: weil wir, unsere literarische Gesellschaft, zeigen, wie wir uns engagieren, dass wir da sind, dass wir fördern, dass wir uns beteiligen – regional und überregional. Leider muss die Stadt die Unterstützungssumme zurückfahren, damit steht einiges auf dem Spiel. Wie wird es weitergehen in diesem Bündnis, kann es weitergehen bei rückläufiger Finanzierung. Ein gutes Konzept, seit langen Jahren sachgerecht umgesetzt und bestens bewährt im Jubiläumsjahr, ist gefährdet. Das sorgt uns sehr.

Louisa Meier: Sie haben eben das Phänomen angedeutet, dass wir oft dazu neigen, uns Fontane leibhaftig vorzustellen, aus Fleisch und Blut  gewissermaßen, und damit sagen: „er fühlt“, „er denkt“, „er meint dies oder das“ – dass wir uns also Konstrukte erschaffen. Ich habe das Gefühl, dass in diesem Jahr oft vor mir Fontane-Konstrukte erschaffen worden sind und mich eher irritiert oder blind gemacht haben vor dem, was sein Werk ist, sein eigentliches, sein literarisches. Wie geht man damit um? Wie finde ich einen Weg aus diesem Konstruktdschungel heraus? Und vielleicht noch in dem Kontext: Es sind in diesem Jahr mehrere Fontane-Biographien erschienen, daneben unendliche viele kürzere Skizzen seines Lebens. Welche würden Sie als die nachhaltigste ansehen? Oder anders gewendet: Wie wirken diese Lebensdarstellungen mit an dem „Konstrukt Theodor Fontane“, im Guten, im Schlechten, im Fragwürdigen?

Roland Berbig: Von welchen Konstrukten Fontanes fühlen Sie sich konfrontiert, vielleicht auch provoziert, die in dem Jahr stark gemacht wurden oder die eben Ihnen begegnet sind? Welche Konstruktionen waren das?

Louisa Meier: Es lief meistens darauf hinaus, dass Werke, beziehungsweise Zitate aus Werken herausgelöst und ohne Kontext präsentiert wurden – sei es auf Plakaten, in Artikeln, in ideologischen oder politischen Verbindungen, kurz: dass Fontane in die eine oder andere Richtung gerückt worden ist. Da hatte ich das Gefühl, dass man sich von dem „Fontane“ in seinen Werken entfremdet, distanziert, dass man es aus dem Auge verliert. Durch das Herauslösen, das Kappen von Zusammenhängen und die Preisgabe konkreter historischer Sachverhalte verwässerte, was Fontane ausmacht und seinen Rang begründete. Das ist etwas, was mir das ganze Jahr, vielleicht auch wegen des Marketings, was immer eine starke Rolle gespielt hat, aufgefallen ist.

Roland Berbig: Dieser Ansatz ist auch, glaube ich, gar nicht auszuhebeln oder zu verhindern, in jedem Jubiläumsjahr. Ich weiß nicht, ob Ihnen auch das aufgefallen ist: Bei den Fähigkeiten, über die Fontane verfügte, hätte ihn jede Werbeagentur mit Kusshand genommen. Und 2019 gab er das Muster für Guerilla-Marketing ab, für Low-Budget-Werdung. Uns Germanisten und Sie jetzt hier im Besonderen, ist eins natürlich immer sofort klar. Wir lesen ein Zitat und fragen umgehend: Wo kommt das her, wo steht es? Meinetwegen, um am Beispiel zu bleiben, in Effi Briest, in einer ganz konkreten Szene. Es verweist, folgt man der Spur, auf ein Vorher, auf ein Nachher, es hat eine bestimmte Funktion, und wir sind entschieden angehalten, zu sagen: Vorsicht, was Ihr da zitiert, kann nicht beliebig anders verwendet werden. Solche unerlässlichen Verfahrensweisen sind im öffentlichen Umgang mit Dichterworten außer Kraft gesetzt und in Jubiläumsjahren allemal. Gerade deshalb ist es notwendig, auf unterrichtete Leute wie Klaus-Peter Möller, um nur diesen allseits kundigen Mitarbeiter des Theodor-Fontane-Archivs zu nennen, die bei Missbrauch warnend die Stimme heben: „Oh Moment, das geht zuweit“ oder: „Dies oder jenes hat wirklich einen völlig anderen Sinn und kann nicht einfach beliebig in eine andere Zusammenhänge gestellt werden – selbst wenn es die Festtagsrede des Bundespräsidenten und dort trefflich zu passen scheint“. Dennoch und noch einmal: Diese Vereinfachungen, Verzerrungen und Entstellungen sind untilgbare Begleiterscheinung solcher öffentlich gefeierten Jubiläen.
Das ist das Eine. Aber mir ist noch etwas Anderes aufgefallen, etwas eher Missliches oder doch Problematisches. Es gab ein merkwürdig gesteigertes, fast ausschließliches Interesse an den Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Spätestens seit Peter Wrucks nachdrücklichem Hinweis auf die Bedeutung des ‚mittleren Fontane‘ wissen wir um den Rang dieses Werkkomplexes. Warum hat er das Jubiläumsjahr dominiert? Und das ist natürlich für Germanisten und für jeden, der sich mit Fontane auseinandersetzt, etwas, das Widerstand weckt: Moment, ohne diesen Erzähler, diesen Romancier, ohne den Autor vom Stechlin, von Frau Jenny Treibel, von Effi Briest wäre doch an ein solches Jubiläumsgetümmel gar nicht zu denken – vor allem wäre es nicht zu rechtfertigen. Diese Dominanz war ein Phänomen, es sollte uns noch etwas länger beschäftigen.

Leander Wattig: Das ist auch genau das Feld, in dem sich die Institutionen gut ergänzen. Die Fontane- Gesellschaft ist breit aufgestellt, auch das Archiv mit der Forschungsliteratur und den Manuskripten Fontanes, aber gerade diese Wanderungen durch die Mark Brandenburg fungieren als Markt-Lockspeise. Das hat in diesem Jubiläumsjahr wunderbar gepasst. Heute würde man das, was Fontane getan hat, Content Marketing nennen. Nahezu jeder Ort, an dem er war, wurde erwähnt. Das war der Hebel, um sich in diese Dynamik, die Brandenburg geschaffen hat, einzuschalten, Teil von ihr zu werden. Da wollte jeder dabei sein. „Hier hat er mal eine Nacht übernachtet“ und „Die Wand hat er mal angefasst“. So hat man immer einen Bezugspunkt. Idealerweise schafft man es darüber, die Leute auch fürs breitere Werk zu interessieren. Wenn das meinetwegen mit einem Fontane-Döner funktioniert, dann rufe ich glatt: „einen bitte für mich!“ So etwas wie die Wanderungen oder Vergleichbares fehlt halt anderen Autoren. Das besagt nichts über deren Rang – wer wollte etwa an dem Gottfried Kellers, wie Fontane Jahrgang 1819, auch nur eine Sekunde zweifeln -, aber doch über die ‚Verwertbarkeit‘ ihres Werkes jenseits des Literarischen. Daher kommt diese andere Form von Wirkung, dass alle so inkludiert werden und die Themen-Community komplett versammelt wird – um einmal in dieser Terminologie zu argumentieren.

Roland Berbig: Ich greife das gerne auf und stimme Ihnen völlig zu. Und ich greife noch einmal auf, was Louisa Meier gesagt hat. Es schließt ja Weiteres ein als nur das. Dass das mit der Mark Brandenburg so geglückt ist, ist ein wirklich erstaunliches Verdienst von Frau Dr. Gabriele Radecke (mit ihren MitarbeiterInnen in der Fontane-Editionsstelle) der Göttinger Universität. Sie haben eine bis dahin nur am Rande genutzte Quelle umfassend erschlossen: die Notizbücher Fontanes. Und es ist Frau Radecke gelungen, dieses Spezialprojekt zu einem Gegenstand von öffentlichem Interesse zu erheben. Ein fast unglaublicher Vorgang: mit dem Effekt, dass sich die Leute plötzlich über die bekritzelten, schwer lesbaren Büchlein beugten und sagten „Mensch, das ist ja hochinteressant. Notizbücher!“ Nicht selten holten sie dann das eigene aus der Jackentasche und kamen darüber miteinander ins Gespräch.

Leander Wattig: Zu dem, was Sie gesagt haben – Stichwort Romanwerk-Wanderungen -, wollte ich noch ergänzen: Seit mehreren Jahren scanne ich jeden Tag die Medienerwähnung von Fontane deutschlandweit. Was Sie gesagt haben, war gut abzulesen. Zum Ersten war beeindruckend, wie das Volumen während des Jahres gestiegen ist. Zum Anderen gab es interessanterweise eine Aufsplitterung: Die Auseinandersetzung mit dem Romanwerk fand nicht so stark statt. Was in den überregionalen Medien am häufigsten thematisiert wurde, waren die Notizbücher, die neuen Biografien und die Frage, wo Fontane denn in Berlin gelebt habe. In den regionalen und lokalen Medien indes waren es tatsächlich beinahe uneingeschränkt die Wanderungen durch die Mark Brandenburg.

Roland Berbig: Vielen Dank, dass Sie die Wahrnehmung hieb- und stichfest belegen können. Mir wird gerade bewusst, dass ich Louisa Meiers Frage nach den Biografien nicht beantwortet habe. Entschuldigen Sie. Vielleicht ein kleiner Verdrängungsakt … Für mich ist die Beantwortung schwierig. Ich kenne die Verfasser, zumindest drei von ihnen, so gut, dass ich mich befangen fühle, nein, weiß. Wenn ich sage, der eine ist besser als die andere oder die andere ist besser als der eine, dann komme ich in eine unbehagliche Situation und nicht mehr aus ihr herau. Es gab eine anregende Diskussion, moderiert von Herr Trilcke, während der großen Potsdamer Medientagung des Fontane-Archivs im Juni 2019. Da saßen die drei Hauptakteure – außer Hans-Dieter Rutsch – nebeneinander. Der Moderation glückte es, die einzelnen Personen in ihrer Biografen-Eigenart kenntlich zu machen. Deutlich wurde, dass dies drei – also Hans Dieter Zimmermann, Regina Dieterle und Iwan Michelangelo D‘Aprile – jeweils ganz unterschiedliche Akzente verfolgten, dass ihr jeweiliges Interesse sich von dem der anderen abhob und dass die Rückbindung an die Biografien, die vorlagen und von hoher Qualität sind, auf erstaunliche Weise voneinander abwichen. Mich haben viele gefragt: „Welche Biografie soll ich nun kaufen? – Alle drei!? – Ich kaufe doch nicht drei Fontane-Biografien für 100€!“ Das weckte in mir eine psychologische Ader. Ich habe nämlich dann versucht, nach der Person und ihren Vorlieben zu entscheiden. Wenn man eine Biografie lesen möchte, die auf starker Empathie beruht, sich bestens in der lebensgeschichtlichen Mikrostruktur auskennt und einen Blick für komplexe seelische Befindlichkeiten hat, dann ist man bestens beraten mit dem Fontane-Buch von Regina Dieterle. Wenn man sich wünscht, Fontane im Raum des 19. Jahrhunderts vor Augen geführt zu bekommen und ihn auf dem Weg in die Moderne zu begleiten, und dies auf stilistisch gefällige Weise in einer Mischung zwischen Detailkenntniss und souverän geschlagenem große Bogen, dann hat man seine Freude an Iwan Michelangelo D‘Apriles Buch. Und möchte man ein unbekümmertes Buch über die Lebensgeschichte Fontanes aus der Feder eines pensionierten Germanisten lesen, dann sollte man zu dem von Hans Dieter Zimmermann greifen. Der pensionierte Germanist liebt einfach Fontane und hat sich gesagt: „Ich habe dieses Autor zeitlebens mit größtem Vergnügen gelesen. Je älter ich geworden bin, um so besser verstehe ich ihn. So interessant die Fontane-Forschung sein mag, sie nun noch einmal zu durchforsten, das bringt nichts. Mir ist gelegen an einem frischer Fontane-Bild, wie es sich meiner Lektüre darstellt.“ Bei der Potsdamer Biografenrunde hat mich am meisten gefreut, dass die Vorgänger nicht vom Tisch gefegt wurden und dass nichts von jener Pose zu spüren war, als sei es nun endlich gelungen, Fontane „zu entstauben“ oder ihn „zu entdecken“. Das war, denke ich, nicht nötig. Aber nötig haben wir ihn – diesen Theodor Fontane: auf Augenhöhe und mit Abstand und in Zuneigung. Wenn ihm ein Kunststück glückte, dann das – nur unwesentlich zu altern und gegenwärtig zu bleiben.

 

Audiodatei des Interviews mit Roland Berbig vom 27. Januar 2020 an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Fotos von Vanessa Brandes.

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