Wer im medialen Netz herumstöbert, weil er einfach nicht genug „Fontane“ haben kann, der stößt – vielleicht – auf eine Umfrage des Zweiten Deutschen Fernsehens. Der Redakteur Michael Kniess streute vier Fragen in die Runde, deren Antworten er zu einem kleinen Potpourri zusammenschnitt: „Kein Fall für die Mottenkiste“. Da es seinen Reiz haben mag, die …
Freude am Schreiben und Sprechen mit Gedichten von Theodor Fontane
„Im Zaubergarten der Schrift“ der Akademie der Künste habe ich das Gedicht „Guter Rat“ von Theodor Fontane entdeckt. Es ist das Blatt des Schriftgestalters Heinz Schumann in der „Berliner Sammlung Kalligraphie“ Mit seiner Freude am Schreiben übermittelt Heinz Schumann im Originalformat 73 mal 53 Zentimeter die Botschaft des Dichters. Die Betreuerin der Sammlung, Susanne Nagel, …
Das vom Baum gerissene Blatt
VON INGEBORG RUTHE Januarblues und Augustwind sind, das weiß ich jetzt definitiv, keine Ein- und Durchschlaf-Mixtur. Aber ich hatte mir während der Störungen meines Biorhythmus‘, in Erinnerung des 200. Geburtstages von Theodor Fontane und in der Hoffnung, sowas „Altes“ aus überholten Zeiten würde mich wieder einlullen, „Effi“ aus dem Regal geholt – bei Proust war …
Klaus-Werner Haupt: Theodor Fontane interessiert mich vor allem als Journalist und (Kunst-)Kritiker
Die folgenden sieben Fragen unserer Interviewreihe werden regelmäßig von Fontane-Freunden beantwortet und hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf Leser und Förderer Theodor Fontanes lenken und die zum anderen zeigen, wie lebendig sein Leben und Werk auch heute sind. Wer sind Sie und was machen Sie? Mein Name ist Klaus-Werner Haupt, …
Sich treiben lassen
VON HARRY NUTT Die Idee zu den Wanderungen durch die Mark Brandenburg kam Fontane im fernen Schottland. Dort, am Loch Leven in den Central Lowlands, tauchte vor seinem geistige Auge plötzlich wie eine Fata Morgana das Schloss im nordbrandenburgischen Rheinsberg auf. Das Bild schien sich ihm nachhaltig eingeprägt zu haben, denn in Die Grafschaft Ruppin …
Wer schaffen will, muss fröhlich sein
VON ULRICH SEIDLER Leute, die denken, Unterm Strich wäre die letzte Ecke in der Berliner Zeitung, die sich einen feuchten Keks um Aktualität kümmert, haben natürlich recht. Denn das ist der wahre Luxus der übrig gebliebenen Feuilletonisten, die sich hier unten drängeln: Einfach in einer Tageszeitung über Dinge schreiben, die nicht nur nicht vom Kanzleramt, …
„Eine Weiße, einen Gilka und Borré“ – Am Zoologischen
Ich biege vom Kurfürstendamm links ab, an der Gedächtniskirche vorbei, Richtung Budapester Straße. „Where is the Apple-Store?“ ist eine häufig gestellte Frage. Ich deute den Ku’Damm hinunter, lächle und gehe weiter. Die Menschenmassen nehme ich nicht mehr wahr. An jeder Ecke lauern narrative Fäden, fiktive Figuren – wie alte Bekannte – die sich wohltuend mit meinem …
Lese-Empfehlung: Wolf Lepenies über Fontane
Zu einem abwechslungsreichen Blog gehören Lese-Empfehlungen. Prof. Dr. Wolf Lepenies, Soziologe, Autor zahlreicher einschlägiger Studien und langjähriger Direktor des Wissenschaftskollegs zu Berlin, hat zu Ehren von Peter-Klaus Schuster einen Fontane-Festvortrag gehalten. Die Anzeige der Stiftung Brandenburger Tor. Die Kulturstiftung der Berliner Sparkasse im Max Liebermann Haus lautete: Verehren, Bewundern und gelegentlich ein Nein: ‚So muss …
Die gute Fontane-Seele von Leipzig: Monika Stoye zum 22. März 2019
Als der Sekretär der Theodor Fontane Gesellschaft sich in seinem 64. Lebensjahr entschloss, die Berufszelte abzubrechen, um sich ins Altenteil zurückzuziehen, erntete er von der mit ihm gut befreundeten Monika Stoye, mit der ihn eine Lebensfreundschaft verbindet, hochgezogene Augenbrauen: „Was, jetzt schon?“ Niemand war so berechtigt, mit einer solchen Frage herauszurücken, wie sie. Tief in …
Theodor Fontane und die Bahnen (1)
Eine verkehrsgeschichtliche Würdigung zum 200. Geburtstag des Dichters Wanderungen durch die Mark Brandenburg – da fällt einem sofort Theodor Fontane ein. Die durch diesen Titel geprägte Vorstellung, der Dichter wäre meist zu Fuß durch die märkische Landschaft gestapft, scheint naheliegend. Doch Fontane nutzte außer „per pedes apostolorum“ und „Schusters Rappen“[1], wie er es bei seiner Weihnachtswanderung …
